
Die Vorzeichen
Das wahre Wesen eines Garou wird lange vor seiner Ersten Verwandlung bestimmt. Wenn einer seiner Eltern ein Mensch ist, so wird er in der menschlichen Gesellschaft aufwachsen und die Wege der Menschen lernen. Ist einer seiner Eltern ein Wolf, so wird er von einer Wölfin aufgezogen werden.
Ragabash - der Trickser (Neumond)
Geboren im Zeichen des Neumondes.
Stereotyp: Der Ragabash, der beboren wird, wenn der Neumond zunimmt ist üblicherweise fröhlich und sprunghaft, während der unter dem abnehmenden Neumond geborene eine etwas gemeinere und ruchlosere Ader an den Tag legt. Alle Garou dieses Vorzeichens haben einen Sinn für Humor und versuchen ihn in wirklich jeder Situation anzubringen. Wenn sie eine Schwäche haben, dann ist es wohl die, nie ernsthaft zu sein. Es ist allerdings keineswegs so, dass Ragabash keine Ernsthaftigkeit kennen, ganz im Gegenteil. Allerdings dürften sie große Schwierigkeiten damit haben, es ihren Rudelkameraden klar zu machen, wenn sie tatsächlich einmal Tacheles reden möchten. Deshalb und wegen ihrer ständigen Streiche haben viele Werwölfe leider nur wenig Respekt vor den Ragabash.
Zitat: Missachte meinen Ratschlag nicht, Krieger. Ich bin geboren, als der Mond kein Licht auf die Erde sandte, und ich bin es gewohnt, aus dem Schatten zu beobachten. Die Worte aus deinem Mund verraten nicht unbedingt, was dein Herz dir sagt. überlass die Spitzfindigkeiten lieber denen, die sie besser anwenden können als du selbst.
Theurge - der Seher/Schamane
Stereotyp: Nur ein kompletter Idiot würde einem Theurgen ins Gesicht sagen, dass er ihn für merkwürdig oder wunderlich hält, doch viele Mondsicheln erfüllen eben diesen Stereotyp. Sie sprechen gerne in Rätseln und werfen mit geheimnisvollen Sprichwörtern um sich. Das liegt ganz einfach daran, dass ihre ständige Beschäftigung mit Geistern dieser Art zu sprechen zu ihrer zweiten Natur gemacht hat. Die unter dem abnehmenden Mond geborenen Theurgen sind offenbar eher dazu befähigt, Geister zu binden und in ihren Dienst zu zwingen (und obendrein böse Geister zu bekämpfen), während ein Theurg, der unter dem zunehmenden Mond das Licht der Welt erblickte einen innigeren, spielerischen Umgang mit den Bewohnern des Umbra pflegt.
Zitat: Sieh, mein Kind. Nicht mit den Augen, sondern mit dem Herzen. Lausche dem Flüstern des Windes. Die Geräusche, die du hörst, sind nicht nur Blätter, die über das Gras streichen. Nein, es sind die Geister selbst, die wir in der Nacht zu uns riefen. Ehre sie, denn sie haben unsren Caern mit ihrer Gegenwart gesegnet.
Philodox - der Vermittler
Stereotyp: Der Philodox ist auf seine Rolle als unparteiischer Ordnungshüter und Richter derart festgelegt, dass er auf andere recht abgehoben wirkt und auf unbestimmte Weise über den alltäglichen Wirren des Lebens zu stehen scheint. Auf die Halbmonde, die unter Lunas zunehmendem Antlitz zur Welt kamen, trifft dies ganz besonders zu. Der unter dem abnehmenden Mond geborene Philodox hingegen wirkt bisweilen eher kratzbürstig und scheint ganz besonders auf vollkommenes Gleichgewicht in seinem Umfeld bedacht zu sein und das meist in einem Ausmaß, das seine Rudelgefährten entnervt mit den Zähnen knirschen lässt. Und dennoch: Wenn Ärger ins Haus steht, ist es immer der Philodox, der um Rat gefragt wird.
Zitat: Was, ihr kämpft schon wieder? Das hätte ich nicht gedacht. Schaut euch doch nur an: ein mächtiger Krieger und ein großer Weiser, die sich zanken wie Welpen? Jetzt erzählt mir die ganze Geschichte. Und kein beschönigendes Wort, von keinem von euch. Nur die Fakten, klar?
Galliard - der Mondtänzer (Barde)
Stereotyp: Galliards sind die gesamte Leidenschaft der Werwölfe, konzentriert in einem Bündel aus überschäumender Kreativität. In ihren verschiedenen Stimmungen kennen sie kein Zurückhaltung und sind obendrein noch ziemlich heißblütig. Mondtänzer, die unter Lunas schwindendem Antlitz geboren wurden, hegen dunkle, verzehrende Sehnsüchte, sie erzählen Geschichten von Verderben, Krieg und Aufopferung. Im Gegensatz dazu nimmt die Ausgelassenheit der Galliards des zunehmenden Mondes fast schon schwindelerregende Ausmaße an. Sind sie doch ein unerschöpflicher Quell voller Lieder der Herrlichkeit, der Eroberung und der Freude. Innerhalb des Rudels hält der Mondtänzer die Moral aufrecht, selbst wenn die Zeiten furchtbar hart sind. Gäbe es nicht das Lied des Galliards, so hätten schon viele Werwölfe einfach aufgegeben, wenn der Sieg schon zum Greifen nahe war.
Zitat: Sicher habe ich euch schon von der Geschichte von Gunnar Draugrbane erfreut, dem wildesten Krieger, den das Meer je gesehen hat. Nein? Dann nehmt euch Met und werft mehr Holz ins Feuer! Die Nacht ist noch jung, und ich fühle, wie Fenris selbst mich mit Inspiration erfüllt.
Ahroun - der Kämpfer
Stereotyp: "Die Hölle in Dosen": Dieser Begriff reicht nicht einmal annähernd aus, um die rohe Kraft und den Mut des Kriegers zu beschreiben. Ein Vollmond-Garou bewegt sich stets hart an der Grenze. Er kocht vor Zorn und bricht ständig Streit vom Zaun. Der Ahroun des zunehmenden Mondes ist fast schon besessen davon, sich zu beweisen, während der des abnehmenden Mondes versucht, anderen seine Herrschaft aufzuerlegen. Sie sind alle ziemlich unbeherrscht und der Umgang mit ihnen kann sehr schwierig sein. Doch wenn es in einem Kampf heiß hergeht, ist jeder Werwolf froh, einen von ihnen in der Nähe zu haben... vorausgesetzt, er kämpft auf der selben Seite.
Zitat: Aus dem Weg, Friedensstifter! Das einzige, was die ehrlosen Hunde verstehen, sind meine Klauen, die sich in ihre Kehle bohren, und die Wärme ihres Blutes, das uns beide mit seinem Feuer reinwaschen wird, wenn ich sie zurück in die Hölle schicke, aus der sie hervorgekrochen sind! Geh endlich zur Seite, oder auch du wirst meine Zähne spüren, wenn ich an deinem Herzen fresse!


